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Thema International

Dienstag, 16. Juni 2009 3613 x gelesen  |  0 Kommentare
 
Text und Fotos: Achim Gharby, www.touch-magazine.net

Mit einer faustdicken Überraschung gingen am Sonntag Abend die ersten German Open im 10-Ball in Gütersloh zu Ende. Der Außenseiter Raphael Keusen (PBC St. Augustin) setzte sich in einem stark besetzten Feld mit einer grandiosen Leistung durch und feierte damit seinen bislang größten Einzelerfolg. Zweiter wurde Jakob Belka vor Duy-Hai Dinh und Kevin Becker. Die hochgewetteten Routiniers wie Oliver Ortmann, Christian Reimering und Andreas Roschkowski schieden vorzeitig aus.


Raphael Keusen vom 1. PBC St. Augustin sorgt beim ersten 10-Ball German Grand Prix der DBU in Gütersloh für die große Sensation: Er siegt!


Nicht nur aus sportlicher Sicht waren die German Open in Gütersloh einer der großen Highlights des Jahres. Alles, was Rang und Namen hat, wollte bei dem offiziellen Start der neuen Trendsportart 10-Ball dabei sein. Bis auf Ralf Souquet, der an diesem Wochenende bei den China Open am Start war, waren unter den 170 Teilnehmern alle deutschen Topstars vertreten. Die zahlreichen Zuschauer im „United Pool“ bereuten ihr Kommen nicht, sie sahen über drei Tage Billardsport der Spitzenklasse.

In den vier Vorrundengruppen, die im Modus „best of 13“ gespielt wurden, setzten sich bis auf wenige Ausnahmen die Favoriten locker durch. Holger Gries, Christoph Creter, Klaus Zobrekis und Sascha Tege schafften die Qualifikation für die Runde der besten 32 allerdings nicht. Sie scheiterten an ihren gutaufgelegten Gegnern oder an ihrer schwachen Form.


Am Ende verliessen ihn die Kräfte: Jakob Belka unterlag nach tollen Leistungen im Turnierverlauf Raphael Keusen im Finale mit 4:8.


Richtig in Fahrt gerieten die German 10-Ball Open dann in der Hauptrunde am Sonntag. Was die Zuschauer von da an vor Ort und an den PCs zu Hause via Live-Stream zu sehen bekamen, war Spitzensport pur, an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten - mit einem unerwarteten Hauptdarsteller: dem „Nobody“ Raphael Keusen! In der Runde der letzten 32 machte Keusen zum ersten Mal auf sich aufmerksam, als er den norddeutschen Routinier Michael Schmidt mit einem hart umkämpften 8:7-Sieg auf die Heimreise schickte. In der Folgezeit spielte sich der für den PBC St. Augustin aktive Oberligaspieler in einen wahren Rausch und spielte das Billard seines Lebens.

Weder der jugendliche Shooting-Star Dominik Jentsch im Achtelfinale (8:5), noch der amtierende deutsche 9-Ball-Meister Thomas Lüttich im Viertelfinale (8:6) konnten ihm annähernd gefährlich werden. Keusen dominierte jedes Match, auch wenn er am Tisch übernervös agierte! Duy-Hai Dinh, der sensationell die Runde der letzten Vier erreicht hatte, war im Semifinale gegen Keusen ebenso chancenlos (8:4), wie auch der neue deutsche Mannschaftsmeister des BC Sindelfingen, Jakob Belka im Endspiel (8:4). Keusen, der nach seinem letzten Ball jubelnd die Arme in die Höhe reckte, kann sich wie die drei nach ihm Platzierten Hoffnungen auf die Teilnahme an der 10-Ball-Europameisterschaft in Kroatien im April 2010 machen. Die German Open 2009 in Gütersloh kommen alseines von zwei Quali-Turnieren für die EM in die Wertung der DBU. Als zweiter Turnierort ist ein Billardcenter in München für September 2009 im Gespräch.


Viele Spieler nutzten das Massageangebot von Ina Simov, der Physiotherapeutin des FC Gütersloh, um sich fit zu halten.


Die German Open in Gütersloh waren das dritte große 10-Ball-Turnier auf deutschem Boden in diesem Jahr. Nach den Erfolgen der Cologne-Open und der Eurotour in Sindelfingen, lag die Messlatte für die Organisatoren um Marcus Westen und Alex Kerstin sehr hoch. Innerhalb weniger Wochen mussten sie ein Event organisieren, dass den beiden vorangegangen 10-Ball- Events in nichts nachstehen sollte. Und das gelang ihnen mit Bravour!

Im Vorfeld konnte das Orga-Team wichtige Sponsoren gewinnen, die zum Gelingen der Mammut-Veranstaltung beitrugen. Zu ihnen zählte auch die Bertelsmann Gruppe: Sie stellte ihr Park Hotel in Gütersloh den teilnehmenden Spielern für einen günstigen Übernachtungspreis zur Verfügung (DZ 53 Euro, statt 160 Euro). Die tbm-group unter Christian Reimering unterstützte die Turnier-Tombola mit Sachpreisen im Wert von mehreren hundert Euro, darunter hochqualitative Shirts und den neuen King-Breaker (Wert: 470 Euro) vom Queuebauer Oliver Stops.


Supertalent Kevin Becker hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Er unterlag nur im Semifinale Jakob Belka mit 7:8.


Den Löwenanteil des Sponsorings übernahmen die Betreiber des schicken und 1.800 qm großen Billardcenters „United Pool“ selbst. Ischo Can und Matay Cicek erhöhten das Preisgeld um 4.000 Euro aus eigener Tasche und unterstützen auch das beliebte Ring-Game mit 200 Euro. Marcus Westen setzte sich hier übrigens vor einem begeisterten Publikum im Finale gegen Christian Reimering durch. (Teilnehmer: Reimering, Ortmann, Becker, Westen und Kaplan). Für den Live-Stream sorgte Israel Büyükdag, der mit seinem “Media Service Gütersloh” die Ausstattung für die Übertragung kostenlos zur Verfügung stellte.

“Wir sind überglücklich über den reibungslosen Verlauf dieser Veranstaltung und über die zufriedenen Teilnehmer. Ohne die tatkräftige Mithilfe des ansässigen Vereines und den beiden Organisatoren Marcus Westen und Alex Kirsten wäre dies undenkbar gewesen”, zeigte sich United- Pool-Mitinhaber Ischon Can nach Ende der German Open überglücklich. Er hatte zuvor dem Sieger Raphael Keusen symbolisch einen überdimensionalen Siegerscheck in Höhe von 2.800 Euro in die Hand gedrückt. Can bewarb sich zugleich bei dem anwesenden Bundessportwart Werner Ertl für einen German Grand Prix in der kommenden Saison.


Ein klasse Turnier spielte auch Duy-Hai Dinh. Er unterliegt im Halbfinale dem späteren Sieger Raphael Keusen mit 4:8.


10-Ball ist im Trend und wird uns in Zukunft noch viel Freude bereiten. Die German Open in Gütersloh waren von der Organisation, der Location (mit Grillservice) und der Turnierleitung optimal präpariert. Sie wird als Vorlage für weitere 10-Ball-Turniere in dieser Größenordnung dienen.

Freuen wir uns auf weitere Events dieser Art, die unseren Sport Stück für Stück nach vorne bringen, und auf die nächste Großveranstaltung im Poolbillard, den Stuttgart Open Mitte Juli.

Text und Fotos: Achim Gharbi

Fotogalerien unter:
www.touch-magazine.net
 

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