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Thema International

Montag, 27. Juli 2009 2304 x gelesen  |  0 Kommentare
 
Autor: Stephan Mohr

Von 17. bis 19. Juli gab sich die erste Garde des Pool-Billard-Sports in Stuttgart die Ehre. Die vierten BC Feuersee Stuttgart Open lockten zahlreiche Spieler aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland in die Schwabenmetropole, um sich zu messen. Der Top-Star und -Favorit war wie im Jahr zuvor der Weltmeister von 1995 und 2007 Oliver Ortmann aus Hamburg. Er wurde seiner Rolle gerecht und entschied das Finale gegen den erst 17-jährigen Dominic Jentsch (Fulda) für sich.

Bemerkenswert war die Dominanz der überaus starken deutschen Billardjugend, denn im Halbfinale standen neben Jentsch noch zwei weitere Teenager: die Münchener Manuel Ederer (16 Jahre) und Benjamin Heimmerer (19 Jahre). Beide spielen beim BSV Dachau, der Schmiede des Bundestrainers Andreas Huber. Die Veranstalter konnten sich gar nicht entscheiden, welche Partien im Internet-Livestream gezeigt werden sollten, da es im Akkord hochkarätige Begegnungen zu bestaunen gab.

Die Stuttgart Open sind seit drei Jahren eines der größten Billardturniere Deutschlands und stets ein Garant für Pool-Billard auf höchstem Niveau. Zahlreiche Bundesligaspieler, sowie deutsche und internationale Meister nahmen die weite Anreise auf sich, um in der Finalrunde der besten 64 Teilnehmer am Sonntag um den Titel und das Preisgeld zu spielen. Zwar war die Teilnehmerzahl in diesem Jahr nicht ganz so hoch wie erwartet, dies tat dem Niveau der Veranstaltung und den gezeigten Leistungen jedoch keinen Abbruch. Und um die Vereinskasse ein wenig zu entlasten, verzichteten die drei Vorstände des ausrichtenden BC Feuersee bereits vor Beginn der Finalrunde auf ihr Preisgeld. Sie sollten immerhin 300 EUR erspielen, wobei Stephan Mohr (zweiter Vorsitzender) als bester Spieler des BC Feuersee den 9. Platz belegte. Ebenso unter die besten 16 schaffte es der erst 20-jährige Neuzugang des BC Feuersee Phil Merz.

Oliver Ortmann, der als mehrfacher Weltmeister seit Jahrzehnten zur Weltspitze gehört, erhielt ebenso wie der Titelverteidiger und mehrfache deutsche Mannschaftsmeister Christian Reimering eine Einladung zur Finalrunde. Sie waren die beiden Finalisten 2008. Ortmann spielte sich überwiegend souverän durch die Runden, während sich Reimering bereits im Achtelfinale dem späteren Drittplatzierten Benjamin Heimmerer geschlagen geben musste. Zusammen mit seinen beiden Mitfahrern Manuel Ederer und dem Österreicher Mario He mischte er das Feld gehörig auf. Die drei Teenager schickten am laufenden Band Bundesligaspieler, deutsche Meister und Topstars nach Hause. Allein Heimmerer besiegte auf seinem Weg ins Halbfinale nacheinander Nicolas Ottermann, den genannten Reimering sowie den amtierenden deutschen Mannschaftsmeister Jakob Belka vom BC Sindelfingen. Erst im Halbfinale wurde er von Dominic Jentsch gestoppt.

Jentsch, der in der ersten Bundesliga für Hannover 96 spielt, war bis zum Einzug ins Finale gegen seinen Mannschaftskollegen Ortmann der dominierende Spieler des Turniers. In keiner Partie gab er mehr als zwei Spiele ab (6:2, 6:2, 6:1, 7:0, 7:2) und war folglich im Finale der Favorit auf den Titel. Ortmann kam dagegen auf der anderen Seite des Finalfelds zwischenzeitlich unter Druck, setzte sich jedoch in jeder Partie durch und fand immer besser ins Turnier (6:1, 6:4, 6:4, 7:0, 7:3). So hatte im Halbfinale auch der erst 16-jährige 6-fache Deutsche Jugendmeister Manuel Ederer vom BSV Dachau beim 7:3 dem alten Hasen Ortmann wenig entgegenzusetzen.
Die beiden besten Spieler des Turniers waren also verdient im Finale und qualifizierten sich damit bereits für die Endrunde der Stuttgart Open 2010. Obwohl sie Mannschaftskollegen in Hannover sind, schenkten sie sich nichts und boten den Zuschauern ein spannendes Finale. Während man im unterhaltsam chatmoderierten Livestream trotz fortgeschrittener Zeit mal eben den Zuschauerrekord der German Open in Gütersloh brach, zog Ortmann zunächst davon. Jentsch gab sich jedoch nicht geschlagen und konterte nochmals, bevor der Weltmeister noch einen Gang zulegte und das Finale nach fast zwei Stunden mit einem überzeugenden 9:5 für sich entschied.

Sichtlich erfreut nahmen die Preisträger bei der Siegerehrung ihre Trophäen und Urkunden in Empfang und sicherten bereits zu, im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei zu sein. Neben der Trophäe für den zweiten Platz staubte Jentsch auch noch die für den besten Junior ab und benötigte schon ein paar Helfer, um alles tragen zu können. Aber auch die beiden Drittplatzierten Benjamin Heimmerer und Manuel Ederer konnten trotz ihres verpassten Finaleinzugs wieder lachen. Beste Dame wurde Molrudee Vujanic, und obwohl sie die einzige Dame des Turniers war, freute auch sie sich riesig über Ihre errungene Trophäe. Der Preis für den pfundigsten Fünftplatzierten ging auf eigenen Wunsch an Mario He.

Florian Hammer brachte es neben zahlreichen anderen Sportlern mit einem Satz auf den Punkt: „Dieses Turnier ist einzigartig in Deutschland!“ Sicher werden sich im nächsten Jahr wieder viele Teilnehmer und Zuschauer selbst davon überzeugen.
Wie in den Vorjahren lobten die anwesenden Sportler die gute Turnierorganisation, während sie sich in den Pausen das Essen vom vereinsbetriebenen Grill schmecken ließen und über die spannenden Partien lamentierten. Dabei musste von der Serviette bis zur Kreditkarte so ziemlich alles Greifbare als Tischmodell herhalten. Letzten Endes hatten alle Anwesenden ihren Spaß an der rundum gelungenen Veranstaltung und den bislang besten Stuttgart Open.

Die Vereinsführung des BC Feuersee dankt allen Teilnehmern für das sehr gute und hochklassige Turnier und allen Helfern des Vereins für ihr tatkräftiges Engagement. Besonderer Dank gilt dem Sportamt der Landeshauptstadt Stuttgart und den zahlreichen Sponsoren, die durch ihr finanzielles Engagement ein Turnier auf einem solch hohen Niveau ermöglichen.

Die Rangliste, Fotos, die Aufzeichnung der Finalpartie sowie alle Turnierpläne sind auf der Homepage des BC Feuersee e.V. abzurufen: www.bcfeuersee.de und www.stuttgartopen.de
 

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